3 days in Nantou: Paper dome, Sun moon lake & fireflies

Das war der zweite von drei Tagen im Landkreis Nantou in der Mitte von Taiwan.
Erst gestern fiel mir bei genauerem Hinschauen auf, dass Nantou das einzige „Bundesland“ Taiwans ist, das nicht ans Meer grenzt. Dafür hat Nantou umso höhere Berge und den wunderschönen Sun Moon Lake, aber dazu später mehr.

Das erste Ziel unseres Tagesausfluges war der Paperdome, eine Art Kirche, die fast gänzlich aus Papier aufgebaut/hergestellt wurde. Der Paperdome befindet sich inmitten einer wunderschönen Gartenanlage, die von außen hin eher unscheinbar wirkt. Wir waren an einem Donnerstag Vormittag dort, was bedeutete, dass wenig Touristen dort waren. Gott sei Dank – denn sonst wäre es nur halb so schön gewesen. Wir zahlten Eintritt und konnten aber mit dieser Eintrittskarte innen um den selben Preis etwas konsumieren, also quasi erhielten wir einen Gutschein am Eingang. Wir spazierten herum, es gab einen wunderschönen kleinen Teich mit Seerosen, die gesamte Anlage war sehr schön gepflegt und allgemein ruhig. Der Paperdome war keine klassische Kirche, sondern eben eine Kuppel (=dome), die mithilfe von Papierfasern etc. erstellt wurde.
Anschließend fuhren wir weiter und es gab Mittagessen –> Pizza! Mitten in einem kleinen, unscheinbaren Dorf gab es ein Pizzarestaurant, das weit über Nantous Grenzen bekannt war, also mussten wir dort ja fast einkehren! Die Pizza (Margaritha) war tatsächlich richtig gut, jedoch für unsere Verhältnisse etwas klein, denn für mich war diese Portion reichlich, aber ich konnte sie gut verdrücken – wogegen in Österreich meistens etwas über bleibt, wenn ich eine Pizza bestelle. 😉

Endlich fuhren wir zum viel besagten Sun Moon Lake! Er ist ein Gebirgssee auf ca. 750m Seehöhe und somit das größte Gewässer Taiwans. Um den Sun Moon Lake gibt es so viele Attraktionen und deswegen gibt es auch mehr als genug Touristen dort, am Wochenende angeblich so viele, dass es sich schon gar nicht mehr auszahlt hinzufahren, außer man trotzt der Menge mit ihren Fotoapparaten und Selfie-Stangen 😉
Wir waren also dort und unser erster Halt war ein Art Touristen-Center, eine Aussichts-Ebene, von der aus man gut über den See blicken kann, auch die Fotos sollten gut werden, nur verstand ich diesen Platz nicht so ganz. Weder schön, noch speziell, noch die versprochene super Aussicht, weil man eher in eine Bucht hinein sah, als über den See.
Egal – bei gefühlten 40 Grad Steigerung im Vergleich zum Vortag fuhren wir zur nächsten Attraktion am See – dem Wen Wu Tempel. Eine richtig große Tempelanlage, die etwas höher mit guter Aussicht auf den See lag.

Weiter gings dann auch schon zu den Fröschen 🙂 Dies waren acht Frösche aufeinander gestapelt, relativ nah am Ufer und sollten dazu dienen, um den Wasserstand zu messen. Leider herrscht zur Zeit in Taiwan eine große Trockenheit und auch das Grundwasser ist schon ziemlich knapp. Aus diesem Grund hatte auch der See sehr wenig Wasser und somit waren die Ufer richtig eingetrocknet und auch alle Frösche waren sichtbar. Rundherum um die Frösche konnte man am ehemaligen Seegrund richtig herumspazieren und die riesigen, tiefen Risse, die durch die Trockenheit entstanden, sehen. Nach dem gab es eine kleine Bootsfahrt über den Sun moon lake.

Danach war es Zeit fürs Abendessen, und Dank super Orientierungssinn fuhren wir den falschen Weg rundherum aufs gegenüberliegende Ufer und umkreiseten somit fast den dreiviertelten See. Trotzdem war das Abendessen richtig taiwanesisch und super lecker. Als Nachspeise gab es dann noch frisch aufgeschnittenes taiwanesisches Obst vom Obststand gegenüber.

Als nächster und letzter Punkt fuhren wir zu den Glühwürmchen. Klingt jetzt zwar komisch und ist nur schwer vorzustellen, aber es gibt in Nantou noch „richtig tiefe“ Natur. Etwa eine halbe Stunde vom Sun Moon Lake entfernt gab es einen bestimmten Wald, der bekannt für seine vielen Glühwürmchen ist. So parkten wir unser Auto entlang der Straße und spazierten entlang dem beschilderten Weg richtung Glühwürmchen-Wald. Und est stimmte wirklich!!! Was ich dort sah, konnte ich kaum glauben! Der ganze Wald funkelte und glimmerte vor lauter blinkenden Glühwürmchen. Ich glaubte ja immer, dass diese durchgehend leuchteten, aber dem war nicht so. Also versuchten wir ein paar dieser Glühis einzufangen und in eine Flasche zu geben. Es gelang tatsächlich und wir hatten dann um die 12 Glühwürmchen in zwei Flaschen 🙂 Es war richtig lustig 😀 (leider gibts von den Glühis keine Fotos, eher schwer die im Dunkeln zu erwischen)

Sehr spät kamen wir dann in unserer nächsten Unterkunft für diese Nacht an und bezogen unsere Zimmer. Zum Abschluss saßen wir dann noch gemütlich bei einer Runde UNO und Wein zusammen – ich mag’s, wenn tolle Tage so enden!

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2 Gedanken zu “3 days in Nantou: Paper dome, Sun moon lake & fireflies

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