SEOUL #3 – on the border to North Korea!

Jaja, am dritten Tag waren wir ganz schön knapp dran! Knapp dran an Nordkorea, der Diktatur und einem Land, in dem es kürzlich ziemlich zugegangen ist!

Schon vorab fragte mich Andreea, ob ich denn nicht Lust hätte, eine Tour zur „Demilitarized Zone“ Südkoreas zu unternehmen. Für mich klang es ziemlich spannend und natürlich machten wir uns dann am Samstag Vormittag gemeinsam mit einer Freundin von Andreea (Austauschstudentin aus Kirgistan) auf in den Norden, zur Grenze.

Nach der (zu) frühen Tagwache um 6:00 holte uns dann eine Stunde später wie vereinbart der Tourbus von unserer nächstgelegenen U-Bahn-Station ab und waren dann 1,5 Stunden in ganz Seoul unterwegs, um alle angemeldeten Leute für den Halbtages-Ausflug einzusammeln. Gegen 9:00 waren wir dann 52 km weiter nördlich an der entmilitärisierten Zone angekommen.

Kurze facts: diese Zone ist ab der Grenze zu Nordkorea jeweils in beide Richtungen 2 km breit, also insgesamt 4 km breit. In dieser Zone herrscht nur Militär und sie ist für normale Touristen oder allgemein Menschen nicht, bzw nur mit angemeldeter Tour, zugänglich.

korea-map

(Quelle: http://www.ciee.org/highschool/host-schools/lessonplans/images/korea-map.gif)

Bei „Einreise“ in diese Zone wurde von jedem im Bus von einem Militärsoldaten der Reisepass kontrolliert, bevor der Bus das OK! zur Einreise erhielt.
Dort angekommen sah man dann eine Siedlung, die extra angesiedelt wurde, nur um diese Zone zu bewirtschaften. Hauptsächlich wird dort Reis und Soja angebaut und die Produkte daraus sind sehr teuer und begehrt, da sich in dieser Zone keine Industrie befindet und somit auch die Luft- und Umweltverhältnisse perfekt sind. Auch diese Leute, die dort leben, müssen immer beim rein- oder rausfahren aus der Zone durch die strenge Passkontrolle.

Unser erster Stopp war dann die Freedom bridge und die bridge of no return. Auf der bridge of no return gab es, wie der Name schon sagt, in den letzen 50 Jahren beim Korea Krieg kein Zurück mehr, denn die Koreaner mussten sich entgültig entscheiden, ob sie in den Norden oder in den Süden wollten, und wussten, dass es NIE MEHR ein Zurück geben wird. Aus diesem Anlass wurde dann auch die Freedom bridge erbaut, jedoch nur rein symbolisch, denn sie wurde nie dazu benutzt, um in den Norden zu kommen…

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„The Peace Bell“ – Friedensglocke am Areal neben der Freedom Bridge..

Weiter ging es dann zum Dritten Infiltration Tunnel, der als einer von vier Tunneln von Nord?/Süd?-Korea gegraben wurde, um nach?/von? Seoul weg zu gelangen. Bis heute weiß man nicht, wer die Tunnel gegraben hatte, weil natürlich – keiner ist schuld.
Jedenfalls hatten wir die Möglichkeit über einen Kilometer lang mit Bauhelmen ausgestattet diesen Tunnel in die Tiefe zu gehen. Richtig gruselig, eng, feucht und finster war es dort unten – schade war nur, dass alles so streng überwacht war, weil Fotos am gesamten Areal verboten waren.
Zusätzlich sahen wir dann noch einen Kurzfilm zum Korea Krieg 1950-1953, der echt arg war.. Die ganze Fläche in dieser entmilitärisierten Zone ist sowieso komplett vermint. Überall entlang den Straßen sieht man Absperrbänder, die darauf hinweisen, dass das Gebiet dahinter noch immer voller Minen ist und diese beim Betreten jederzeit in die Luft gehen können. Arg…

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Ebenfalls besuchten wir dort den Bahnhof „Dorasan Station„. Dieser wurde gebaut und sollte dann der letzte Stopp in Südkorea sein, bevor die Zugstrecke Richtung Nordkorea weiterlief. Aber da es ja eine undurchdringbare Grenze dazwischen gab, war dieser Bahnhof eher ein „Wink von Hoffnung auf Wiedervereinigung“ und somit ziemlich sinnlos… Es gibt nämlich keine Bahnstrecke, die nach Nordkorea führt, und das wird wahrscheinlich auch länger so bleiben… Wer weiß! Also ist Südkorea somit auch vom Bahnverkehr über Russland nach Europa ausgeschlossen.
Jedenfalls ist dieser Bahnhof noch niegelnagelneu, und es kommt nur zweimal am Tag ein Zug aus Seoul an, der Touristen zu dieser Tour bringen sollte…

Zum Abschluss wurden wir noch zu einer Amethyst-Firma gefahren und wir hatten eher den Eindruck, dass das eine gute Kooperation der Amethyst-Firma und der Tour-Firma war und als Verkaufshilfe dienen sollte. Zufällig war aber keiner der Tour-Gäste daran interessiert, als kleines Souvenir einen sündhaft teuren echten Edelstein zu kaufen und die Tour hatte bald ihr Ende erreicht. Wir wurden alle gemeinsam bei der City Hall mitten in der Stadt rausgelassen.

Wir nutzten die Möglichkeit, in der Stadt noch Mittag zu essen und danach machten wir uns noch auf den Weg in die Uni-Gegend, dort mussten wir nämlich unbedingt noch zu Forever21 und H&M (hab ich hier in Kaohsiung nicht) und anschließend gabs lecker „Abendessen“ 😀 haha. Wir haben es liebevoll „Die Bombe“ genannt. Denn wenn man schon einmal in Südkorea ist, muss man sich natürlich auch durch die ganze Kulinarik kosten und so endeten wir im „Sheep Café“, ein nettes kleines Lokal mit Schafen vorne heraußen und drinnen gabs himmmmmliche Desserts und Eis. Ich hatte gottseidank meine Laktose-Tabletten dabei und konnte diese Millionen Kalorien kosten 😉
Kein Wunder, dass wir danach keinen Hunger mehr auf Abendessen hatten^^ Was solls, das gibt’s eh nicht jeden Tag ; )

Da wir ja schon seit 6 Uhr in der Früh wach waren, waren wir auch dementsprechend müde und schauten uns somit am Abend noch die Rainbow Fountain Show der Banpo Bridge an. Das war eine Lichtshow, die mithilfe von Wasserdüsen mit Licht und Begleitmusik ziemlich beeindruckend war. Beendet wurde die 20-minütige Lichtshow dann von einem riiiiesigen Feuerwerk, das vom Fluss aus abgefeuert wurde.

Ziiiiemlich erledigt endete dann der dritte Tag in Seoul : )

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Ein Gedanke zu “SEOUL #3 – on the border to North Korea!

  1. Chamy schreibt:

    Hallo Sandra,
    du hast bei meinem Gewinnspiel gewonnen.
    Kannst du mir bitte deine Adresse (die Österreichische ;-)) per Mail schicken.
    Dann bekommst du deinen gewinn in den nächsten Tagen zugeschickt.

    lg Carmen

    Gefällt 1 Person

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